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Beitragsreihe:

  1. Thema: Biblische Wurzeln der Krankensalbung (November/Dezember 2007)
  2. Thema: Die Tradition der Krankensalbung (Februar/März 2008)
  3. Thema: Die Feier der Krankensalbung (April/Mai 2008)

Die Feier der Krankensalbung

Die Feier der Krankensalbung besteht vor allem darin, dass der Priester den Kranken die Hände auflegt, das Gebet aus dem Glauben gesprochen wird und die Kranken mit dem heiligen Öl gesalbt werden. In dieser Zeichenhandlung wird das Heil Gottes angezeigt und zugleich zugewendet. Die Krankensalbung „bringt“ etwas für Leib und Seele. Die Krankensalbung gibt Hoffnung für den ganzen Menschen, Hoffnung auf Überwindung der Krankheit, Hoffnung auf sinnvolles Bestehen und Ertragen der Krankheit. Für Ältere ist die Krankensalbung keine „Weihe der zunehmenden Resignation“, sondern Ermutigung, nicht aufzugeben. Dieses Sakrament ist Aufgerichtetwerden zu neuen Lebensimpulsen.

Die Feier soll in einer Atmosphäre der Ruhe und des Gebets geschehen. Auch die Angehörigen und Nachbarn sind eingeladen, an der Feier teilzunehmen, mitzubeten und Dienste zu übernehmen. Die Dauer der Feier sollte Rücksicht auf den Zustand der/des Kranken nehmen.

Die Krankensalbung kann im Rahmen eines Gottesdienstes oder, wenn der/die Kranke bettlägerig ist, Zuhause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus am Krankenbett gefeiert werden. Wenn der Wunsch nach einer Beichte besteht, kann das Bußsakrament vor oder während der Feier empfangen werden. In Verbindung mit der Krankensalbung kann auch die Krankenkommunion gespendet werden.

Das Krankensakrament „soll in jeder ernsthaften Erkrankung, die eine Erschütterung des gesamtmenschlichen Befindens darstellt, empfangen werden. Als Empfänger kommt daher jeder Gläubige in Frage, der sich wegen Krankheit oder Altersschwäche in einem bedrohlich angegriffenen Gesundheitszustand befindet. Alten Menschen, die sehr geschwächt sind, kann dieses Sakrament gespendet werden, auch wenn keine ernsthafte Erkrankung ersichtlich ist“.

Die Feier besteht im Kern aus zwei Teilen. Nach der Eröffnung und Schuldbekenntnis folgt ein Wortgottesdienst. Es werden eine Lesung und Gesänge ausgewählt, die eine biblische Perspektive für die Situation von Kranken eröffnet. Die Worte der heiligen Schrift geben Trost und Halt. In den Fürbitten werden die Nöte und Sorgen der Kranken vor Gott gebracht. Es folgt die Handauflegung.

Nach dem Wortgottesdienst beginnt die Salbung, die mit dem Lobpreis über dem Öl und die Anrufung Gottes eröffnet: „Sei gepriesen, Gott, allmächtiger Vater…Wir loben dich. Wir preisen dich“.

Der Priester nimmt das heilige Öl und salbt den Kranken/die Kranke auf der Stirn und auf die Hände mit einem Kreuzzeichen. Während der Salbung auf die Stirn spricht er: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichlichem Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Amen.“ Dann folgt die Salbung der Hände begleitet mit dem Gebet: „Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“ Es folgt ein Gebet und das Vater unser. Mit einem Segen schließt die Feier.

Herr Pfarrer Uwe Grau kommt selbstverständlich sehr gerne auch zu Ihnen nach Hause, um das Sakrament der Krankensalbung mit Ihnen zu feiern. Die nächsten Krankensalbungsgottesdienste finden im Advent 2008 statt.

Quellen: Rituale Krankensakramente, Lies: Die Sakramente der Kirche, Adam: Grundriss Liturgie