Hier geht es zum Geistlichen Impuls der Polizeiseelsorge im Januar 2016.

 

Geistliche Ansprache am 06.11.2015 in Biberach

 

Zunächst einen Auszug aus Navid Kermani: Ausnahmezustand. Reisen in eine beunruhigte Welt, 2015.
hier: 
Das Leben, als was es ist. Lampedusa, September 2008

„Auf Lampedusa herrscht der Ausnahmezustand…Wieder nachts. Am äußersten Ende des alten Hafens [von Lampedusa] entdecke ich Menschen vor einem französischen Kriegsschiff. Wahrscheinlich ist es zu groß für die Mole, die eigentlich für die Flüchtlinge vorgesehen ist. Fünfundsechzig Somalier sind im Sturm gerettet worden, darunter dreizehn Frauen, achtzig Seemeilen vor der libyschen Küste, eine Schwangere, fünfter Monat, ein Verletzter….Die Chiffre Somalier kenne ich bereits: Wahrscheinlich gehören sie einer einzigen Familie oder einem einzigen Clan an, ihre Flucht hat vor Monaten begonnen, zu Hause hatten sie Krieg, kann sein, dass sie vertrieben worden sind, bestimmt gab es Tote. Das Gegenteil von Sonntagsausflüglern, [die sich sonst auf der Ferieninsel Lampedusa aufhalten]. Soldaten reichen vom Deck große rote Plastiktüten, die beinahe leer sind, für jeden Flüchtling eine, nehme ich an, deren Habseligkeiten. Sie sitzen im Schiffsinneren,[im Schiffsbauch], wo sie es wärmer haben. Sie sind die Zeugen unserer Zeit…

…Als die Flüchtlinge abgefahren sind, unterhalte ich mich mit dem Kapitän, der eigens für mich vom Bord kommt.

-         Gratulation, ist das erste, was ich sage, ich gratuliere Ihnen herzlich!

-         Warum? Lächelt der Kapitän…und weiß…sofort, was ich meine. Ihn wenigstens ist die Freude anzumerken.
Ich erfahre, wie die Flüchtlinge entdeckt wurden, dichtgedrängt auf einem kleinen Holzboot, nein, nicht im Sturm, da wäre es zu spät gewesen, sondern kurz davor, als Sterne am Himmel waren.

-         Wie haben die Flüchtlinge reagiert, als sie Ihr Schiff gesehen haben?

-         Sie haben diskutiert, als wir sie anleuchteten, einige freuten sich, und winkten, andere hatten Angst und schienen für Flucht zu plädieren. Mit unseren Beibooten versperrten wir ihnen den Weg. Als wir ihnen sagten, dass wir sie nicht nach Libyen zurückbringen würden, ja, da haben sich alle gefreut, da brach Jubel aus. Kurz danach zogen sich die Wolken zusammen, da wurden sie plötzlich ganz still, und als das Gewitter losbrach, wurde ihnen klar, wie knapp sie dem Tod entronnen waren.

-         Wie ist es mit anderen Flüchtlingen, die heute Nacht auf Booten unterwegs waren? frage ich: Gibt es eine Chance, dass jemand den Sturm überlebt hat?

Der Kapitän denkt nach und sagt dann:

-         Null Prozent.

Als ich nach Frontex frage [Frontex war die Firma, die damals die EU-See-Außengrenzen sicherte und Flüchtlingsboote abdrängen sollte. Das ist seit 2014 nicht mehr der Fall], bricht es beinahe aus ihm heraus:

-         Wenn ich ein Holzboot mit fünfundsechzig Menschen auf dem offenen Meer sehe, dann ist mir Frontex scheißegal, dann denke ich nicht an Immigration, an Papiere, an Zollbehörden. Dann rette ich sie, verdammt noch mal.

Für ihn als Kapitän, fährt er fort, um seinem kleinen Ausbruch eine Erklärung nachzuschicken, stehe das Seerecht über etwaigen Verordnungen der Europäischen Union, er dürfe also gar nicht anders handeln.

-         Sieht das jeder Kapitän so?

Der Kapitän weiß sofort, auf welche Aussagen ich anspiele.

-         Ich bin mir sicher, sagt der Kapitän, dass jedenfalls alle französischen Kapitäne genauso gehandelt hätten, außerdem hatte ich die Zustimmung meiner Einsatzleitung.

Ich bin sicher, dass der Kapitän genauso gehandelt hätte auch ohne die Zustimmung seiner Einsatzleitung.“

Liebe Anwärter und Anwärterinnen, sehr geehrte Damen und Herren,

warum erzähle ich die Geschichte dieses Kapitäns auf Lampedusa aus dem Jahr 2008? Sie ist vergleichbar mit unserer heutigen Situation an den deutschen Grenzen. Sie ist Sinnbild für unsere Verantwortung. Ja sie ist auch Sinnbild für den Polizeiberuf, für den Polizeialltag, für den tagtäglichen Umgang und die Begegnung mit Menschen.

Ich habe diese Erzählung auch gewählt, weil ich Ihnen damit sagen möchte:

Werden Sie wie dieser Kapitän! Auch wenn sich unsere Zeit scheinbar, wie der Friedenspreisträger Navid Kermani schreibt, im „Ausnahmezustand einer beunruhigten Welt“ befindet, ist die innere Haltung und schließlich das Handeln des französischen Kapitäns eindeutig: Humanität und Solidarität – Menschlichkeit. „Wenn ich ein Boot mit Menschen auf offenen Meer sehe, dann rette ich sie, verdammt noch mal.“

Diese Einstellung ist die Einstellung zu unserer Verfassung, auf die Sie heute Ihren Diensteid ablegen. Ein Kern, der Kern, der erste Satz ist die Menschenwürde: Jeden Menschen ist in seiner einzigartigen Lebenssituation zu sehen, in seiner je eigenen Würde. Jeder ist in Wesen, Geist, Seele, Emotionen, Körper und Handeln einzigartig. Ja, und ich sage aus christlicher Perspektive, jeder Mensch ist gewolltes und geliebtes Geschöpf Gottes, ein guter Mensch. Die Würde des Menschen schließt Menschlichkeit mit ein. Die Bibel nennt es Barmherzigkeit. Es gibt nicht DIE Flüchtlinge, DIE Opfer, DIE Täter, sondern wie jeder einzeln aus dem Schiffsbauch ausstieg, der Alte, die Schwangere, der Verletzte, die jungen Männer, so bringt jeder zu uns flüchtende Mensch eine Geschichte mit, oft mit Verletzungen und Entbehrungen, ja mit Tod, Gewalt, Misshandlung und sicher auch Armut. Letztlich ist diese Haltung einer Würde auf all jene Begegnungen zu übertragen, auf die Sie im Polizeialltag treffen werden, nicht nur im Flüchtlingskontext, sondern eben gerade im Alltag des Einzeldiensts oder der Bereitschaftspolizei. Es kommt immer auf Ihr Gespür und Einfühlungsvermögen an, nicht nur blind Gesetze umzusetzen, sondern Herz und Verstand, menschliche Wärme wirken zu lassen.

Das Jahr 2015, Ihrem Jahr des Eintritts in die Polizei, Ihrem Vereidigungsjahr ist das Jahr der Flucht nach Deutschland, die direkt vor unserer Haustüre, und ab morgen auch in der unmittelbaren Nachbarschaft dieses Geländes, vorläufig endet und den Menschen Sicherheit gibt. Ich möchte Sie einladen: Erinnern Sie sich im Laufe Ihres zukünftigen Berufslebens daran, dass dieses Jahr 2015 für Sie DAS Jahr Ihres Bekenntnisses ist. Ein Jahr, in dem wir täglich mit der Flüchtlingssituation und -politik in den Medien konfrontiert sind, in dem ein beispielloses ehrenamtlich helfendes Engagement, eine Willkommenskultur aber auch beschämenderweise Hass und ausgrenzende, rassistische Parolen, brennende Asylheime unser Land, Europa prägen, ja polarisieren. Sie sagen mit dem heutigen Eid JA zu einem Staat, der nicht ausgrenzt, sondern einschließt. Sie sagen NEIN zu einem menschenverachtenden und unwürdigen Patriotismus.

Liebe Anwärterinnen und Anwärter,

ich merke, dass mein Herz voll ist mit guten Wünschen, die mir im Gespräch mit zwei Klassen von Ihnen am Mittwoch bei der Vorbereitung auf die Vereidigung deutlich geworden sind. Irgendwie muss ich mich beschränken. Die Geschichte des Kapitäns kann vielleicht so ein Anker sein, ein inneres Bild, an das Sie sich erinnern mögen und übertragen können in ihren Polizeialltag.

  • Der Kapitän ist ein Charaktertyp, ein starke Persönlichkeit, der verwurzelt ist in den europäischen Grundwerten der Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Brüderlichkeit. Werden Sie zu Persönlichkeiten, die nie fertig sind, zu wachsen. Leben Sie bewusst!
  • Der Kapitän hat uneingeschränkt geholfen. Bewahren Sie sich Ihre Motivation, zu Polizei gegangen zu sein, die mehrheitlich mit „Helfen-Wollen“ zu tun hat, ohne zu wissen, wie sich Polizei und Polizeiarbeit verändern wird.
  • Der Kapitän ist sich und seinen inneren Werten treu geblieben. Bleiben Sie sich treu, seien Sie achtsam mit sich selbst, ohne zu wissen, was Ihr Leben für Sie bereithält!
  • Der Kapitän war mutig und tapfer. Seien Sie mutig, ohne zu wissen, welche Lagen auf Sie warten werden.
  • Der Kapitän hat sich mit seinen französischen Kapitäns-Kollegen solidarisiert. Seien Sie kameradschaftlich, leben Sie in die Gemeinschaft der Polizeifamilie hinein. Sie werden merken, welche tolle Menschen sie begegnen werden.

Ja, werden Sie wie dieser Kapitän! Lieben Sie die Menschen! Gott segne Sie dazu! 

 

 

Predigt zum Polizeigottesdienst in Bebenhausen am 01.07.2015

 

Ich rufe dich bei deinem Namen (Jes 43,1)

Liebe Schwestern und Brüder,

die Lesung erzählt von einer außergewöhnlichen Begegnung zwischen dem Herrn und Samuel sowie seinem Lehrer Eli. Samuel wurde von seiner Mutter schon als Kind Gott geweiht und in den Tempel gebracht. Dort wurde er bei seinem Meister Eli ausgebildet und verrichtete seinen Tempeldienst. Samuel ist ein rechtschaffener Junge. Er ist schlicht und gehorsam. Er folgt treu seiner Aufgabe als Knecht im Tempel. Seine Welt besteht eben in diesem Umfeld. Für ihn gibt es nichts anderes. Das ist seine Welt.

Die soeben gehörte Geschichte erzählt von der Berufung Samuels: „Samuel, Samuel!“ ruft Gott ihm im Schlaf viermal zu. Es mag ein leises Flüstern, ein Säuseln, kaum ein hauchvoller Atem gewesen sein, kaum hörbar. Samuel vernimmt den Ruf, hört ihn aber doch nicht, weil er nicht begreift, dass Gott ihn ruft. Auch Eli, der erfahrene Tempelpriester braucht dreimal, um zu verstehen, dass es ein tiefgreifender Ruf sein muss, den Samuel im Schlaf erreicht. Diese Gottesbegegnung ist seine Berufung, nach der sein Leben ganz anders verlaufen wird. Samuel hat seine Berufung angenommen: „Rede, Herr, denn dein Diener hört.“ Er hat in der Tiefe seines Wesens erfasst, was sein Weg ist, was sein Leben sein wird. Er wurde zum Hörenden!

Höre auf Deine Berufung!
In dieser kurzen Erzählung erkenne ich viele Erlebnisse und Erfahrungen wieder, die mir in der Polizeiwelt zugetragen werden. Das zentrale Element der Berufung ist das Hören.

Mir begegnen in der den Ausbildungsstätten oft ganz tolle, motivierte junge Männer und Frauen, die ihrem Ideal, eine gute Polizistin, ein guter Polizist, konsequent nachgehen. Der Polizeiberuf ist nicht nur ein Beruf, er ist Berufung, eine Leidenschaft, eine Hingabe für eine bessere Welt, für eine demokratische Gesellschaft, die für Menschenwürde und Freiheit steht. Diesen Idealen darf ich am Anfang der Ausbildung immer wieder begegnen. Ich mache oft aber auch die Erfahrung, dass nach den ersten Praktika, den Realitätscheck, diese anfänglich in den jungen Menschen vorhandenen starken Kräften einer inneren Überzeugung abhanden kommen. Es könnte sein, dass das eigene Berufsideal, die eigene Berufung verwässert, uni-formiert wird, verloren geht. Wenn ich dann mit Dienstgruppen älterer Kolleginnen und Kollegen zu tun habe, scheint mir, die Wurzel der Berufung gänzlich vertrocknet zu sein.

Eine Ursachenforschung ist ein schwieriges Geschäft, doch gibt es einige Erfahrungen, die sich gehäuft wiederholen: Das Polizeigeschäft wird immer mehr; die Erfahrungen mit der sich veränderten Organisation Polizei; die bedrückenden Erfahrungen auf der Straße, als Polizeibeamter der gesellschaftliche Fußabstreifer zu sein, sich Gewalt und Angriffe ausgesetzt zu wissen und sich eines Rückhalts nicht sicher zu sein; die Erfahrung der Berufsverdrossenheit älterer Kollegen und Kolleginnen; die Erfahrung der Resignation; die Erfahrung, den bewährten familiären Zusammenhalt der Polizeifamilie zu verlieren.

Diese anfängliche Berufung, die Leidenschaft zum Polizeidienst scheint im Alltagsgeschäft verloren zu gehen. Natürlich: Nicht bei jedem und nicht überall. Doch die geschilderten kritischen Erfahrungen sollen auch Platz in diesem Gottesdienst haben dürfen.

Ich bin der Überzeugung und unsere Bibelstelle führt uns dort hin: Die Kraft zum Leben, die Kraft zur Mitgestaltung der Welt kommt eben genau aus dem anfänglichen Hinhören auf die Stimme in meinem Herzen, das leise innere Gewissheit, ja, diesen Polizeiberuf möchte ich ausüben, der passt zu mir.

Aus der Geschichte des Samuels lernen wir, dass die innere Stimme, das Rufen Gottes nicht aufgehört hat, er hat immer wieder nachgehakt. Für uns heißt das: Bleib Dir treu in Deiner Berufung! Höre immer wieder neu hin auf das, was Dich zum Polizisten und Polizistin berufen hat. Nimm Dir immer wieder die Zeit, Dich neu zu prüfen, was Dich zu diesem verantwortungsvollen und ehrenhaften Beruf motiviert hat. Besinne Dich auf den Ursprung. Das könnte man noch weiter fassen: Besinne Dich darauf, was Gott von Dir will, was das Leben von Dir möchte. Was ist die Ursubstanz meines Daseins? Es ist die Rückbindung auf das Wesentliche, auf das Wesen meines Menschseins, das wir aus dieser Samuelberufung lernen können. Höre in Dich hinein, höre in der Stille in Dich hinein und Du wirst Dein Ja Gottes zu Dir erahnen.

Höre auf den anderen!
Bei einer von mir mit einem externen Referenten organisierten Führungsfortbildung zum Thema „werteorientiert führen“ im Polizeipräsidium Ulm Mitte Mai 2015  hat der Referent Bezug genommen auf die Ordensregeln des Heiligen Benedikt, der Urvater der klösterlichen Christentums. Er sagt, dass als Führungskraft alles delegierbar sei, jede Einsatzleitung, jede Entscheidung, jede Sachaufgabe. Das einzige, das nicht delegierbar sei, ist das Gespräch mit Mitarbeitern. Der persönliche Kontakt zu denen, für die man verantwortlich ist, ist nicht delegierbar, alles andere schon. An dieser Stelle ist es fundamental, dass Führung ihren Platz, ihre Verantwortung wahrnimmt. Auch diese Haltung hat grundlegend mit dem Fähigkeit des Hörens, des Zuhörens zu tun. Gute Personalgespräche sind jene, in der in einer wertschätzenden Begegnung das ehrliche und aufmerksame Zuhören von beiden Seiten ausgewogen ist. Der Redeanteil sollte gleicher Maßen verteilt werden. Der Vorgesetzte, oder nach der benediktinischen Regel ist ja der Abt gemeint, und das passt hier in einem ehemaligen Zisterzinzerkloster ja ganz gut, soll vor allem zuhören, hinhören. Warum? Damit er erfassen kann, was dem Mitarbeiter im Herzen, im Innersten wirklich bewegt. Was ist sein Anliegen? Wofür brennt sein Herz? Und auch wenn man sich schon viele Jahre kennt und schon so viele Gespräche miteinander geführt hat, z.B. über die immer wiederkehrenden Beurteilungswerte, jedes Gespräch bedarf der Würde dieser leisen und achtsamen Aufmerksamkeit der ersten Stunde. Weil es dann nicht mehr nur um die Sache geht, über die man reden möchte, sondern um die Person, um die Persönlichkeit, um denjenigen, der einer ursprünglichen Berufung nachsehnt. Wenn das gelingt, kommen wir auch vom Leitbild näher, dass der Mensch, eben auch der Polizeibeamte, im Mittelpunkt steht.

Liebe Schwestern und Brüder,

die Berufung des Samuel ist eine Erfahrung des Hörens, die ich versucht habe in zwei Dimensionen auszudeuten: In der Dimension der persönlichen Berufung und in der Dimension des Aufeinander-Hörens, in dem die Entdeckung der eigenen Berufung geschehen darf.

Ich möchte Sie gewissenmaßen zum Hören motivieren. Hören ist die eine grundlegende biblische Eigenschaft, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Menschen mit Gott zieht. Das Nicht-Hören, das Taub-Sein für die Stimme Gottes ist die Verweigerung des Lebens, sich als geschenkte Liebe, als Geschöpf zu begreifen. Wenn ich offen bin für das, was Gott für mich will, weil ich in seinen Augen einzigartig bin, mit meinem ganz individuellen Namen, mit meinem Charakter, mit meiner Persönlichkeit, dann werde ich frei, frei von den Zwängen des Tun-Müssens, frei von den scheinbaren Unzulänglichkeiten und Unvollkommenheit, frei von der Selbstherrlichkeit. Im Hören auf die innere Stimme Gottes darf ich sein ewiges Ja zu mir erahnen: „Ja, du bist mein. Ich habe Dich bei deinem Namen gerufen, weil du einmalig bist.“

 

Predigt zum Polizeigottesdienst auf dem Bussen am 01.10.2014

 

Zeige mir, Herr, deinen Weg! (Psalm 27,11)

Liebe Schwestern und Brüder,

mit der Geschichte des blinden Bartimäus wird in uns ein Bild erzeugt eines geschundenen, verstoßenen und vereinsamten Taugenichts. Er sitzt wohl schon sein Leben lang am Straßenrand, auf der Erde, im Dreck der Straße, im Dreck des Lebens und bettelt um Almosen, blind, abgeschnitten von der Welt, ausgestoßen, wie viele andere als aussätzig behandelt. Von der Gesellschaft an den Rand, ja aus der Stadt hinaus gedrängt, niedergedrückt: „Wir brauchen solche Menschen nicht! Wir wollen solches Pack nicht in unserer Stadt!“ Bartimäus wird in die Schatten einer tiefen Aussichtslosigkeit gebannt. In ihm wohnt das Gefühl der Auflehnung und der Unterwerfung, der Empörung und der Abhängigkeit, weil er sich dieser Rollenzuschreibung seiner Umgebung scheinbar unausweichlich unterwerfen muss. Jeden Tag aufs Neue muss er ein gewisses Maß an Selbstentwertung erleben. Die Erfahrung des Bartimäus ist die Erfahrung der Dunkelheit des Lebens. Nichts geht mehr, alles erstarrt, kein Licht in Sicht.

Vom Weg der alten in die neue Welt
Ich habe diese Bibelstelle bei den Wanderexerzitien vor zwei Wochen auf dem Silvrettamassiv im Montafon verwendet und habe mich entschieden, den Bartimäus und seine Geschichte auch Ihnen mitzubringen. Mit 16 Kolleginnen und Kollegen bzw. Partnern/Partnerinnen haben wir uns bei den Exerzitien den Fragen des Lebens gestellt: Was sind die Dunkelheiten meines Lebens? Was macht mich blind, nicht sehend, unfrei? Was sind die Ausweglosigkeiten meines Lebens, meines privaten sowie beruflichen Lebens? Wir sind im wahrsten Sinne den Berg hinabgestiegen in die Tiefen unserer Seele, unserer Existenz. In diesen Tagen, aber auch in vielen anderen Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen, haben ich viel Resignation erlebt über den täglichen Polizeidienst, aber auch die Traurigkeit, dass die Polizei nicht mehr die Heimat gibt, die sie einst war. Die Polizeifamilie verliert im Innen scheinbar diesen liebenden Zusammenhalt, der eine Familie trägt. Die Reform schmerzt viele Kolleginnen und Kollegen. Natürlich wird viel über Sinn und Unsinn der Reform diskutiert, über die unfertigen Prozesse, die zunehmende Anonymität und die langen Wege. Ich will mich nicht in die Sachdebatte einmischen, was denn mehr Sinn macht oder nicht, aber was ich spüren kann, ist die Trauer des Abschieds von der alten Welt, wie es so schön heißt. Es scheint wie der Flug mit einer Sonde auf einen anderen Planeten zu sein. Es ist eine starke innere Distanzierung zu der Organisation Polizei zu spüren, natürlich bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. Ich als Mensch, als Person zähle ja ohnehin nicht mehr, da mache ich nur noch Dienst nach Vorschrift. All diese subjektiven Einschätzungen und inneren Beweggründe eines jeden einzelnen sind diese Dunkelheiten im Leben, von der Bartimäus zu erzählen weiß.

Tod und Gewalt, Wegbegleiter der Alltäglichkeit
Zu diesen Dunkelheiten zählen auch die Erfahrung von Leid und Tod, von Gewalt und Respektlosigkeit. Ich bin seit Anfang des Jahres mit den Schichtgruppen des Kriminaldauerdienstes in den Polizeipräsidien Ulm, Konstanz, Tuttlingen und Reutlingen unterwegs, hatte mit fast jeder Schichtgruppe ein Reflexionsgespräch über Tod und das, was verarbeitet wird, aber auch das, was im inneren Auge haften bleibt. Jeden Schichtumlauf einen Toten, eine Leiche, ein Schicksal, ein Familiendrama, Bilder des Unfassbaren, Bilder des Todes. Auf der einen Seite ist es Routine des Polizeiberufs. Den Tod muss man abkönnen. Das sind die Hardliner, wenn man so will. Auf der anderen Seite die innere Gewissheit, dass ich aufpassen muss, weil ich mich mit dieser Konfrontation mit dem Tod ja immer auch der Gefahr aussetze, seelisch Schaden zu nehmen. Diese Spannung auszuhalten, fordert meinen höchsten Respekt. Und ich bin dankbar, diese Menschen begleiten zu dürfen.

Zu diesen Erfahrungen der Dunkelheit zählt die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte. Letzte Woche war in Esslingen die Buchvorstellung „Es reicht. Gewalt gegen Polizei“, geschrieben von einem Polizeibeamten, erlebt im Alltag von vielen Kolleginnen und Kollegen. Sich den alkoholisierten Jugendlichen am Samstag nachts um 2 Uh auszusetzen, bespuckt und beschimpft zu werden oder den Demonstranten den Kopf hinzuhalten, Steine fliegen, Fäuste, Sprühgas. Eigentlich eine unerträgliche Alltäglichkeit des Polizeiberufs.

Polizist als Mensch im Mittelpunkt braucht eine Kultur der Reflexion und Transparenz
Ich bin mir bewusst, dass Sie sich wohl fragen, was will er uns an diesem Gottesdienst all das erzählen, was ohnehin Polizeidienst ausmacht. Das wissen wir doch und bekümmert uns schon viel genug. Ich bin der Meinung, dass es gerade in diesem Polizeigottesdienst ausgesprochen gehört. Es gehört zu Gott geschrien, genauso wie es Bartimäus gemacht hat. Er hat an seinem dunklen Straßenrand geschrien: „Jesus, erbarme Dich!“ Die mit Jesus unterwegs waren, seine Jünger, wollten ihn zum Schweigen bringen. „Du zählst nicht, bist keiner von uns, ohne Rechte. Halt also den Mund.“ Bartimäus aber hat nicht klein beigegeben, im Gegenteil. Er hat noch lauter geschrien. Er ist hartnäckig geblieben. Bartimäus verhält sich non-konform. Und Jesus? Jesus hat ihn gehört, ist stehen geblieben, und wendet sich der Not dieses einzelnen Menschen zu. Die Leute selbst sind nun auch wie verwandelt und ermutigen Bartimäus aufzustehen: „Hab Mut, steh auf, er ruft dich!“ Er wirft seinen Mantel weg, sein Obergewand, alles, was er hat. Er macht sich verletzlich, angreifbar. Er wirft all seine Masken ab, seine Rollenzwänge und zeigt sein wahres Wesen. Er tritt vor Jesus hin in der Nacktheit seiner Ichs.

Ich selbst war, bevor ich bei der Polizeiseelsorge angefangen habe, an der Universität Ulm mit dem Thema Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch tätig. Wir wollten aus den schrecklichen Erfahrungen der Vergangenheit lernen, um für die Kinder heute mehr Sicherheit zu schaffen. Uns ging es darum, die Kultur des Schweigens und der Wegschauens zu verändern in eine Kultur der Achtsamkeit, des Hinschauens, eine Kultur der Reflexion und Transparenz. Ich glaube, dass es gut ist, die Kultur einer aufrichtigen Reflexion und Transparenz auch im System Polizei zu stärken. An dieser Stelle passt das Verhalten Jesu sehr gut. Er schaut auf den Einzelnen und motiviert die Leute um ihn herum, sich ebenso zu verhalten. Der Blick auf den einzelnen verwandelt andere. Der Blick auf den einzelnen verwandelt andere. Die Polizei kennt das Leitbild „Der Mensch steht im Mittelpunkt“. Ja, auch der Polizist als Mensch steht im Mittelpunkt. Eine helfende Organisation, wie es die Polizei ist, besteht im wesentlichen Kern aus den Individualitäten der einzelnen Menschen. Es sind die vielen Charaktere, die Polizei prägen, weil jeder einzelne mit seinem Gesicht, mit seinem Charisma vor die Menschen tritt, denen er zu helfen gerufen ist. Jesus gibt diesem Bartimäus seine Würde zurück. Jesus hätte den Blinden ja auch einfach schnell von der Ferne ausheilen können. Nein, er bittet ihn, seinen innigsten Wunsch selbst zu äußern, vor allen Leuten: „Was willst Du, dass ich Dir tue? Ich möchte wieder sehen. Dein Glaube hat Dir geholfen.“ Jesus fungiert in diesem Heilungsgeschehen nur als Mittler, der den blinden Bartimäus zu sich selbst zurückfinden lässt. Jesus nimmt sich zurück und gibt den anderen die Chance, seine eigene Wahrheit zu entdecken, zu sich selbst zu stehen. Er gibt ihm die Chance, aus seinem Elend aufzustehen und seinen Blick hinter die Dinge zu richten, auf etwas Größeres, Weiteres, seine Berufung. Er kann erkennen, für was er von Gott schon immer berufen wurde.

Weggemeinschaft von einzigartigen Persönlichkeiten
In der Polizei treffe ich viele klasse Typen, die zu sich selbst stehen, zu ihren Werten, zu dem, wie sie Polizist-Sein leben wollen. Es sind richtige Charaktere, einzigartige tolle Persönlichkeiten. Eine klasse Erfahrung. Gleichzeitig erschreckt mich, wie schnell junge Kolleginnen und Kollegen in der Ausbildung sich ihres Selbstbildes so sicher sind. Ich bin der Überzeugung, dass es immer auch einen gewissen Selbstzweifel oder Selbstkritik braucht, um genau in diesem Geschehen der Wahrheitssuche mir selbst treu bleiben zu können. Es braucht die Erfahrung der Dunkelheiten des Lebens. Es braucht den Abstieg an den Rand meiner Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten, weil ich erst dann den wahren Kern meiner Berufung erahnen kann.

Liebe Schwestern und Brüder,
die Geschichte des Bartimäus eröffnet uns den Blick auf unsere Organisationskultur in der Polizei, sie sensibilisiert für die Frage nach dem, was es heißt, dass auch INNERHALB der Polizei der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Geschichte des Bartimäus kann uns sensibilisieren für ein gutes Miteinander. Und sie eröffnet den Blick auf mich selbst und den Blick auf den einzelnen, der andere verwandeln kann. Das Motivbild des sehenden Blinden möchte ich Ihnen auf den Weg mitgeben als Erinnerung an diesen Gottesdienst.

Gut zu wissen, dass ich an die Ränder, an die Untiefen meines Lebens gehen muss, um in der heilenden Verwandlung das Licht und die Farbenfülle und den eigentlichen Grund meiner Existenz zu erahnen. 

 

Auszug aus der Predigt in den Gottesdienst in St. Michael zu den Wengen und St. Georg in Ulm am 10.01.2016

„Wir sind auf Hoffnung hin erlöst.“ (Röm 8,24). Ja, wir sind auf Hoffnung hin getauft. Wenn wir heute die Taufe Jesu feiern, erinnern wir uns, ja feiern wir unsere eigene Taufe. Wir besprengen uns mit Weihwasser und tauchen in mystischer Weise ein in das heilige Wasser des Lebens, das uns in Christus erneuert, das uns in Christus verwandelt.

„Wir sind auf Hoffnung hin erlöst.“ Was kann das heißen? Schon von Anbeginn der Schöpfung war das Wasser Urelement, die Urflut, die die Erde umgeben hat. Diese Kraft der Urflut begegnet uns auch bei der Sintflut zu Zeiten Noahs. Auch beim Auszug des Volkes Israels aus Ägypten hat Gott das Rote Meer mit seinen gewaltigen Wassern gespalten und den Weg gebahnt. Und schließlich die Taufe Jesus im Jordan, der Fluss, der aus der Wüste kommt, der die Trockenheiten durchflutet und Leben ermöglicht. Jesus kommt mitten im Volk und lässt sich mit allen anderen von Johannes taufen. Jesus betet und es öffnet sich der Himmel, der Heilige Geist kommt sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme bezeugt ihn als geliebten Sohn.

In diesem Geschehen, das weder Johannes noch die anderen zumindest laut der Überlieferung von Lukas nicht wesentlich zur Kenntnis nehmen, scheint zum ersten Mal auf, in welche Richtung der Heilsweg mit Jesus führen wird: nämlich in den geöffneten Himmel. Jesus ist zurückhaltend, er tut nichts. Gott handelt, er ist aktiv. Er kommt im offenen Himmel auf Jesus zu und zeigt uns damit den Weg. Gott zeigt uns Jesus als den Weg, der ausgestattet mit Heiligem Geist und göttliche Vollmacht kommt. Er ist Eure Erlösung. Er ist es, auf den Ihr wartet. Setzt auf ihn Eure Hoffnung, denn er ist es, die lang ersehnte Rettung bringen wird!

Es gibt einen Aspekt unseres Taufritus, den ich gerne mit dieser Hoffnung verbinden möchte. Die Liturgie sieht entweder das Übergießen oder das Untertauchen in Wasser vor. Meist üblich ist das Übergießen. Im orthodoxen Ritus wird das Untertauchen praktiziert. Ich finde, das Untertauchen bringt nochmals einen besonderen Aspekt zum Ausdruck. Im Moment des Untertauchens ist der Täufling atemlos, er ist symbolhaft tot. Und beim Wiederauftauchen ist er neu geboren im neuen Leben mit Christus, er ist in seinen Leib hineingegossen. In der Taufe wird er eins mit Christus. Und in diesem Einswerden öffnet sich auch für ihn der Himmel, Gott Vater sagt uns seinen Heiligen Geist, seine Lebensfülle zu. Dieser Moment dieser Neugeburt ist ein tiefer Moment der Hoffnung. Das Leben ist nun nicht mehr in der Dimension der zeitlichen Welt, im Hier und Jetzt, zu verstehen, sondern in der Taufe öffnet sich der Himmel in die Unendlichkeit hinein. Bedingungslos sagt Gott JA zu uns.

Dieses JA ist die unzerstörbare Hoffnung auf Ewigkeit, die Gott in uns eingepflanzt hat.

Auf Hoffnung hin sind wir erlöst. Auf Hoffnung hin sind wir getauft. 

Diakon Dr. Hubert Liebhardt


Das akuelle Interview (Januar 2015):  Polizeiseelsorger: ein seelischer Anker für die Polizisten

Seit September 2013 ist Herr Diakon Dr. Hubert Liebhardt für die Seelsorge der Polizeibeamte zuständig. Er hat sein Büro im Augustinushaus bei der Wengenkirche.

KBwie groß ist Ihr Einzugsgebiet- wieviele Polizeibeamte können sich an Sie wenden?

Liebhardt: Mein Einzugsgebiet reicht von Heidenheim bis Konstanz. Dazu kommen die Polizei-Hochschulen an den Standorten Villingen-Schwenningen und Biberach. In diesem Gebiet arbeiten ca. 7.000 Bedienstete bei der Polizei.

KB: welche Probleme werden an Sie herangetragen?

Liebhardt: Menschen kommen zu mir mit ganz verschiedenen Anliegen im beruflichen und privaten Kontext. Meist sind beide Lebensbereiche betroffen, weil Berufliches und Privates bei einem Polizeibeamten wie in einem Uhrwerk zusammenspielen müssen. Problembereiche sind beispielsweise Belastungen im Einsatz, die Begegnung mit Sterben und Tod, Partnerschaftsprobleme, finanzielle Schwierigkeiten, Konflikte mit Vorgesetzten oder Kollegen etc.

KB: Wie können Sie als Seelsorger helfen?

Liebhardt: An erster Stelle steht das Zuhören. Es tut gut, einem Außenstehenden die eigenen Probleme schildern zu können. Ich bin kein Therapeut oder Sozialarbeiter, sodass meine Methode vor allem die geistliche Begleitung ist. Die Person steht mit ihrem Fragen und Suchen im Mittelpunkt. Das spüren die Menschen: da ist jemand, dem kann ich vertrauen, der kennt das System Polizei. Das Gespräch mit dem Seelsorger unterliegt der Schweigepflicht. Das nutzen die Polizeibeamten. Mir sind aber auch die Grenzen meiner seelsorglichen Arbeit bewusst. Ich bin kein Psychologe oder Psychotherapeut.

KB: Wie gut kennen Sie die Polizeiarbeit?

Liebhardt: Ich war in den ersten Wochen auf verschiedenen Dienststellen und Organisationseinheiten der Polizei unterwegs in Ulm, Ravensburg und Tuttlingen. Das hat mir einerseits gezeigt, wie Polizei funktioniert, auch auf Streife. Andererseits wurden während dieser Zeit auch die zentralen Problemlagen der Polizeibediensteten an mich herangetragen.

KB: Worin unterscheidet sich ein Seelsorgerdienst für Polizeibeamte von einem „normalen“ Seelsorgedienst?

Liebhardt: Mein Gemeindeleben ist die Polizeiwelt: die Dienststellen, die Straßen und Plätze, in denen die Polizei ihren Dienst tut. D.h. ich arbeite als „Seelsorger im Außendienst“ mit einem monatlichen Fahraufkommen von ca. 2.000 Kilometern. Es gibt kaum liturgische oder sakramentale Dienste. Ich bin spezialisiert auf Lebenskrisenberatung und Vorbeugung vor seelischen Verletzungen. In dieser Spezialisierung gebe ich vor allem Zeugnis durch meine christliche Haltung und meinen Glauben an einen heilenden Gott. Dabei kommen Kirche, Gott, Jesus nur selten direkt zur Sprache. Die Menschen wissen und spüren aber, dass beim Seelsorger mehr mitschwingt als die reine Beratung.

KB: Sie bieten für die Polizisten auch sog. Wanderexerzitien an- was tun Sie da?

Liebhardt: Die Wanderexerzitien sind mein spirituelles Highlight im Jahr. Mit ca. 18 Polizeiangestellten mit oder ohne Partner/-in verbringen wir im Montafon fünf Tage mit Besinnung, Bewegung und Begegnung. Elemente sind thematische Bibelimpulse, Wanderung im Schweigen, Austausch der inneren Erlebnisse und ein Gottesdienst.

KB: Sie unterrichten auch das Fach Berufsethik an der Polizeihochschule- worum geht es da?

Liebhardt: Es geht um den „Menschen in Uniform“, die Berufsmotivation, die alltägliche Konfrontation mit Sterben, Tod, Trauerund Gewalt. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den seelischen Gefahren und Möglichkeiten der Bewältigung von Einsatzbelastungen. Und es geht um den „guten Polizeibeamten“, um richtiges und gesellschaftsethisches Handeln in Konfliktsituationen des Berufsalltags, über das eigene Gewissen,  Schuld aber auch Hilflosigkeit.

 

Doris Riedmüller.